ChatGPT wurde im November 2022 von OpenAI vorgestellt. Menschen fragen das KI-System unter anderem nach Anbietern und Produkten und bitten es um Empfehlungen. Die Antworten formuliert ChatGPT selbst. Dein Unternehmen kann darin als bloße Erwähnung im Text oder als verlinkte Quelle vorkommen. Ob und wie das geschieht, ist ein wichtiger Teil deiner KI-Sichtbarkeit.
Zwei Wege zu einer Antwort
ChatGPT kann eine Frage auf zwei Arten beantworten:
- Aus dem Trainingswissen: Die Sprachmodelle hinter ChatGPT haben aus großen Textmengen gelernt. Was sie dabei gespeichert haben, ihr parametrisches Wissen, reicht nur bis zu einem Stichtag, dem Knowledge Cutoff. Antworten allein aus diesem Wissen nennen meist keine Quellen und können falsche Angaben enthalten, sogenannte Halluzinationen.
- Mit Inhalten aus dem Web: Sind für eine Frage aktuelle Informationen hilfreich, kann ChatGPT selbstständig Inhalte aus dem Web abrufen. Wer ChatGPT nutzt, kann das auch gezielt auslösen. Seit Oktober 2024 heißt diese Funktion bei OpenAI ChatGPT search. Antworten auf dieser Grundlage können Quellenangaben enthalten, also KI-Zitate, die zur jeweiligen Seite führen.
OpenAIs Crawler
Ob eine Website in ChatGPT als Quelle erscheinen kann, hängt von einem Crawler ab: Laut OpenAI kommt sie für ChatGPT search nur infrage, wenn ihre robots.txt OAI-SearchBot zulässt und weder ihr Hosting-Anbieter noch ein vorgeschaltetes Content-Delivery-Network (CDN) den Crawler aussperrt. GPTBot sammelt dagegen Inhalte für das Training von OpenAIs Modellen, und ChatGPT-User ruft Seiten bei bestimmten Aktionen von Nutzerinnen und Nutzern ab; beide entscheiden nicht darüber, ob eine Seite als Quelle erscheint.