Prompts sind die Fragen und Aufträge, die Menschen in ChatGPT, Gemini, Claude oder Perplexity eintippen, zum Beispiel „Welche Anbieter kannst du uns für die Wartung unserer Produktionsanlagen in Bayern empfehlen?“. Jede KI-Antwort beginnt mit einem Prompt, auch jede Antwort, in der dein Unternehmen genannt wird oder fehlt.

Was ein Prompt enthält

Ein Prompt kann aus wenigen Stichworten bestehen oder wie im Gespräch formuliert sein, in ganzen Sätzen und mit Folgefragen. Er kann auch Angaben zur eigenen Situation mitbringen: Ort, Unternehmensgröße, Budget oder besondere Anforderungen. Solche Angaben grenzen ein, worum es in der Antwort geht, und damit auch, welche Anbieter darin infrage kommen. So kann ein Angebot in der Antwort auf „Welcher Anbieter ist der günstigste?“ vorkommen und in der Antwort auf „Welcher Anbieter passt am besten zu einem Unternehmen mit 200 Beschäftigten?“ fehlen.

Doch selbst dieselbe Frage in anderen Worten oder ein identischer Prompt, der noch einmal gestellt wird, kann eine andere Antwort erhalten. Das beschreibt die Antwortvariabilität.

Was außer dem Prompt beim Sprachmodell ankommt

Was du eintippst, ist nicht alles, was bei der Software ankommt, die die Antwort formuliert, dem großen Sprachmodell. Anwendungen, die ein Sprachmodell nutzen, können dem Prompt eigene Anweisungen voranstellen, etwa dazu, wie das Modell antworten soll. Solche vorangestellten Anweisungen heißen Systemprompt. Technisch gehören sie zur Eingabe des Modells; ist von einem Prompt die Rede, ist im Alltag aber meist nur gemeint, was jemand selbst eintippt.

Ruft ein KI-System für seine Antwort Inhalte aus dem Web ab, erhält das Sprachmodell diese Inhalte zusätzlich zum Prompt, ein Verfahren namens Retrieval-Augmented Generation (RAG). Für das Abrufen verwendet das KI-System nicht unbedingt den Wortlaut des Prompts, sondern formuliert eigene Anfragen, teils mehrere zu einzelnen Aspekten der Frage; dieses Auffächern in Teilanfragen heißt Query Fan-out.

Prompts bei GEO

Weil die Antwort davon abhängt, was gefragt wird, und selbst beim selben Prompt schwanken kann, arbeiten Messungen der KI-Sichtbarkeit bei GEO mit einem festen Prompt-Set, das typische Fragen der Zielgruppe abbildet. Beim Prompt-Tracking wird jeder dieser Prompts wiederholt gestellt; daraus ergeben sich Kennzahlen wie die Erwähnungsrate.

Gute Prompts für eine solche Messung orientieren sich an den Fragen, die Kundinnen und Kunden tatsächlich stellen. In GEOLYX legen Unternehmen neben Marke, Domain und Wettbewerbern die Prompts fest, die für ihr Angebot zählen.