Eine Entität ist mehr als ihr Name: Entscheidend ist das Ding selbst, nicht die Zeichenfolge, mit der es benannt wird. Im Englischen heißt das kurz „things, not strings“: Dinge statt Zeichenfolgen. Ein Name kann für mehrere Entitäten stehen: „Jaguar“ bezeichnet ein Raubtier ebenso wie eine Automarke. Umgekehrt tritt ein Unternehmen oft unter mehreren Namen auf, etwa unter seiner vollständigen Firmierung und unter einem Kurznamen.

Eigenschaften, Beziehungen und Kennungen

Beschrieben wird eine Entität durch Eigenschaften wie Name, Sitz oder Angebot und durch Beziehungen zu anderen Entitäten: Ein Produkt gehört zu einem Unternehmen, eine Person leitet es. Damit Maschinen eine Entität sicher wiedererkennen, erhält sie in Wissensdatenbanken eine eindeutige Kennung; in der freien Wissensdatenbank Wikidata ist das ein Q mit einer Nummer.

Auch strukturierte Daten beschreiben Entitäten. In schema.org, einem verbreiteten Vokabular dafür, heißt der allgemeinste Typ Thing, also „Ding“; speziellere Typen sind etwa Organization, Person, Product und Place. Die Eigenschaft sameAs verweist auf Seiten, die die Identität einer Entität eindeutig belegen, zum Beispiel offizielle Profile oder einen Wikidata-Eintrag.

Warum Entitäten für GEO zählen

Für GEO sind Entitäten zentral, weil sich viele Fragen an KI-Systeme um sie drehen: welcher Anbieter etwas leistet, was ein Produkt kann, wo ein Unternehmen sitzt. Eine gute Antwort setzt voraus, dass das System erkennt, welches Unternehmen gemeint ist, und ihm die richtigen Fakten zuordnet. Sonst kann es Namensvettern verwechseln oder Angaben vermischen, und die Antwort enthält womöglich überzeugend klingende, aber falsche Aussagen: sogenannte Halluzinationen.

Das kann besonders Unternehmen betreffen, die nicht allgemein bekannt sind: Eine 2023 auf einer Fachkonferenz veröffentlichte Studie zeigte, dass Sprachmodelle Fakten über weniger bekannte Entitäten aus ihrem parametrischen Wissen deutlich schlechter wiedergeben als über bekannte und dass Systeme, die passende Inhalte abrufen, gerade bei solchen Entitäten erheblich besser abschneiden. Für ein mittelständisches Unternehmen spricht das dafür, klare Informationen bereitzustellen, die KI-Systeme abrufen können.

Microsoft empfiehlt in den Webmaster-Richtlinien von Bing, die auch für Copilot gelten, Personen, Organisationen, Produkte und Orte klar und einheitlich zu benennen. Laut Microsoft erhöht eine klare Definition von Entitäten die Chance, dass Inhalte als Grundlage für KI-Antworten ausgewählt werden, und verbessert die Genauigkeit der KI-Zitate.

Was eine Entität eindeutig macht

Eindeutig erkennbar wird ein Unternehmen, wenn die Angaben darüber überall übereinstimmen; wie sich das erreichen lässt, beschreibt der Eintrag zu konsistenten Markeninformationen. Dabei helfen je ein offizieller Name für das Unternehmen, seine Produkte und wichtige Personen, der durchgängig gleich verwendet wird; eine sachliche Seite „Über uns“ mit den zentralen Fakten; und strukturierte Daten vom Typ Organization (Organization-Markup) mit sameAs-Verweisen auf offizielle Profile. Wie ein KI-System Entitäten erkennt, legt sein Anbieter selbst fest und ist meist nicht dokumentiert. Übereinstimmende Angaben sind aber für jedes System eine verlässliche Grundlage und ein Baustein deiner KI-Sichtbarkeit.