Autorschaft beantwortet eine Frage, die sich Leserinnen und Leser oft unbewusst stellen: Wer steht hinter diesem Inhalt? Auf einer Unternehmenswebsite hat die Antwort meist zwei Ebenen: die Person, die einen Beitrag geschrieben hat, und das Unternehmen, das ihn veröffentlicht. Google nennt in den Richtlinien für seine Qualitätsevaluatoren, also für Personen, die im Auftrag von Google die Qualität von Webseiten beurteilen, beides: Es soll klar sein, wer für eine Website verantwortlich ist und wer den Inhalt einer Seite erstellt hat. Bei der Startseite oder einer Produktseite gilt dort das Unternehmen selbst als Urheber, bei Artikeln mit namentlich genannten Autorinnen und Autoren diese Personen.

Woran Autorschaft erkennbar wird

Google fragt in seinem Leitfaden für hilfreiche, vertrauenswürdige, nutzerorientierte Inhalte, ob für Besucherinnen und Besucher offensichtlich ist, wer einen Inhalt verfasst hat, und ob die Verfasserzeile zu Hintergrundinformationen über die Person und ihre Themen führt. Google empfiehlt ausdrücklich, korrekte Angaben zur Autorschaft zu machen, etwa mit Verfasserzeilen dort, wo Leserinnen und Leser sie erwarten. Sichtbar wird Autorschaft vor allem an drei Stellen:

  • Verfasserzeile: Name und Rolle direkt am Beitrag, etwa „Von Anna Beispiel, Leiterin Technik bei der Beispiel GmbH“. Im Englischen heißt sie Byline.
  • Autorenseite: eine eigene Seite je Person mit Werdegang, Qualifikationen, praktischer Erfahrung und den Themen, über die sie schreibt. Die Verfasserzeile verlinkt dorthin.
  • Angaben zum Unternehmen: eine Seite „Über uns“, das Impressum und Firmenangaben, die überall gleich lauten. Dass Name, Anschrift und Beschreibung auch auf Profilen und in Verzeichnissen übereinstimmen, gehört zu konsistenten Markeninformationen.

Neben dem Namen zeigt die Verfasserzeile oft das Datum der Veröffentlichung oder der letzten Aktualisierung. Wie solche Daten für Menschen und Maschinen angegeben werden, beschreibt die Content-Aktualität.

Autorschaft in strukturierten Daten

Was die Verfasserzeile für Menschen zeigt, halten strukturierte Daten für Maschinen fest: Angaben im Code der Seite, die oft kurz Markup genannt werden. Das Vokabular schema.org sieht dafür bei Artikeln und anderen Inhalten zwei Eigenschaften vor: author für die Person oder Organisation, die einen Inhalt verfasst hat, und publisher für den Herausgeber. Eine Autorin lässt sich zum Beispiel so beschreiben, jeweils mit der Bezeichnung der Angabe vor dem Doppelpunkt und ihrem Wert dahinter:

  • @type: Person (gibt an, was beschrieben wird)
  • name: Anna Beispiel
  • jobTitle: Leiterin Technik
  • url: die Adresse ihrer Autorenseite
  • worksFor: die Beispiel GmbH

Als publisher wird das Unternehmen angegeben, das den Beitrag veröffentlicht: mit dem Typ Organization, seinem Namen und der Adresse der Website. Enthält die Website bereits Organization-Markup, kann der Eintrag über dessen feste Kennung (@id) darauf verweisen. Für die Autorenangaben nennt Google einige Regeln: Jede Person, die auf der Seite als Autorin oder Autor erscheint, gehört auch ins Markup, und zwar jede in ein eigenes author-Feld. In name steht nur der Name, ohne Berufsbezeichnung, Anrede, Titel wie „Dr.“ und ohne Zusätze wie „Veröffentlicht von“. Personen erhalten den Typ Person, Unternehmen den Typ Organization. Wie alle strukturierten Daten muss das Markup mit dem übereinstimmen, was sichtbar auf der Seite steht.

E-E-A-T: Googles Konzept für vertrauenswürdige Inhalte

E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness: Erfahrung aus erster Hand, das nötige Fachwissen, Anerkennung als maßgebliche Anlaufstelle für ein Thema und Vertrauenswürdigkeit, also ob ein Inhalt genau, ehrlich und verlässlich ist. Google beschreibt damit Eigenschaften hilfreicher, verlässlicher Inhalte. Am wichtigsten ist laut Google die Vertrauenswürdigkeit; die anderen drei Aspekte tragen zu ihr bei, und ein Inhalt muss nicht alle aufweisen. E-E-A-T selbst ist nach Googles Angaben kein einzelner Faktor, den seine Systeme messen. Sie stützen sich vielmehr auf eine Mischung von Faktoren, die auf diese Eigenschaften hindeuten. Wer klar angibt, wer einen Inhalt erstellt hat, berücksichtigt laut Google wahrscheinlich bereits die Grundgedanken von E-E-A-T.

Ausführlich erläutert wird E-E-A-T in den Richtlinien für Googles Qualitätsevaluatoren. Eine der Grundlagen, auf die sie ihre Einschätzung stützen können, ist, was eine Website oder eine Person über sich selbst sagt, etwa auf der Seite „Über uns“ oder einer Profilseite. Die Urteile der Evaluatoren fließen laut Google nicht direkt in seine Systeme ein; sie dienen dazu zu prüfen, ob diese wie gewünscht arbeiten.

Was Autorschaft für GEO bedeutet

Für die Übersicht mit KI und den KI-Modus verweist Google auf seinen Leitfaden für hilfreiche, vertrauenswürdige, nutzerorientierte Inhalte, in dem auch die Empfehlung zu Autorenangaben steht. Perplexity versieht einige zitierte Websites mit einer Quellenkennzeichnung; die meisten Websites tragen keine. Bei der Vergabe prüft Perplexity unter anderem, ob eine Website angibt, wer einen Beitrag geschrieben hat; ob die Kennzeichnungen beeinflussen, welche Quellen in eine Antwort einfließen, sagt Perplexity nicht. Dass Autorenangaben bestimmen, welche Quellen ein KI-System auswählt oder zitiert, dokumentiert kein Anbieter.

Was für Autorschaft spricht, ist trotzdem greifbar. Leserinnen und Leser sehen, wer hinter einem Inhalt steht, und können dessen Qualifikation einschätzen. Inhalte lassen sich Menschen und Maschinen eindeutig zuordnen: Verfasserzeile, Autorenseite und Markup verbinden einen Beitrag mit einer Person und diese mit dem Unternehmen, sodass beide als Entitäten erkennbar werden können. Und der Aufwand ist gering, denn Verfasserzeile und Verweis auf die Autorenseite werden meist einmal in der Vorlage für Beiträge angelegt und erscheinen dann an jedem Artikel.